Warschauer Altstadt


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Die Warschauer Altstadt teilt sich in die Neue Stadt und die Alte Stadt. Der ältere Bezirk befindet sich innerhalb der Stadtmauer, der jüngere außerhalb. Während des 2. Weltkrieges wurde die Altstadt fast vollständig zerstört. Es hat 2 Jahre gedauert, bis man den Schutt abgetragen hat. Schließlich begann der originalgetreue Wiederaufbau. So gilt diese Etappe der Wiedererrichtung als Prachtexemplar polnischer Rekonstruktionsfertigkeiten. Da Warschau erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts zur wichtigsten Stadt im polnischen Königreich wurde und sich das Leben damals schon weit außerhalb der Stadtmauern abspielte, ist die Altstadt relativ klein. Dennoch fasziniert sie und lädt den Gast ein ihre Geheimnisse zu erkunden.

Sehenswürdigkeiten

Eigentlich ist die Warschauer Altstadt eine Sehenswürdigkeit für sich. Dennoch birgt sie viele interessante Ecken, die von vielen Gästen gerne übersehen werden. (Genaue Beschreibungen der einzelnen Objekte folgt Etappenweise).

Königsschloss(platz)

Der Königsschlossplatz mit der Sigismundsäule stellt eine Verbindung zwischen der warschauer Altstadt und der Krakauer-Vorstadt-Straße her. Die Anfänge des Königsschlosses liegen in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert, als Fürst Bolesław II. hier seine Residenz erbauen ließ. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der erkennbare Turm auf der Westseite errichtet. Die signifikantesten Umbaumaßnahmen erfogten nach der Verlegung des königlichen Hofes von Krakau nach Warschau ab 1596. 1611 ließ sich Sigismund III. Wasa dauerhaft in Warschau nieder. Aus damaliger Zeit stammt die Form, welche das Königsschloss heute hat. 

In diesem Schloß wurde wurde das erste Bildungsministerium in Europa gegründet, am 3. Mai 1791 wurde die erste europäische Verfassung verabschiedet und hier auch entstand das erste polnische Nationaltheater. 

Von 1926 bis 1939 war es die Residenz des Präsidenten von Polen. Nach schweren Zerstörungen während des 2. Weltkrieges erfolgte eine gezielte Zerstörung des Bausubstanz des Schlosses. Das Schloss wurde nach dem Warschauer Aufstand im Herbst 1944 in die Luft gesprengt. 

Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1971 bis 1988. 

Heute beherbergt das Schloss ein Museum. 

Sigismundsäule

Die Sigimundsäule wurde in den Jahren 1643-1644 von Władysław IV. Wasa für seinen Vater und Vorgänger auf dem polnischen Thron Sigismund III. Wasa in Auftrag gegeben. Die Autoren des Projektes waren Augustyn Locci und Constantino Tencalla. 

Die Säule und die Umgebung wurden zwei Mal restauriert. Erst in den Jahren 1885-1887 und anschließend von 1929 – 1931. 

Während des Warschauer Aufstandes wurde die Säule zerstört und erst 1948-1949 wiedererrichtet. 

Die Säulen aus Dder Zeit 1644-1887 und 1887-1944 liegen an der Südwand des Königsschlosses. 

Mittelalterliche Stadtmauern

Marktplatz

Johanneskathedrale

Jesuitenkirche

Glocke Made in Germany

Geburtshaus von Marie Skłodowska-Curie

Wohnhaus von E.T.A. Hoffmann

Denkmal des Warschauer Aufstandes

Kathedrale der Polnischen Armee

 

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Veröffentlicht von

Antoni Wladyka

Antoni Wladyka ist seit 2013 lizenzierter Stadtführer in Warschau und Thorn, Deutschlehrer an Privatschulen, Journalist und Hobbyfotograf. Nach seinem Jurastudium an der Universität Bielefeld zog er nach Polen, wo er nun lebt und arbeitet.

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