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Nikolaus-Kopernikus-Denkmal in Thorn

Das Denkmal steht im südöstlichen Eck des altstädtischen Marktplatzes. In weit vergangener Zeit war hier der Treffpunkt der Flissaken – der Weichselflößer. Heute ist es zumeist der Beginn einer immer wieder aufs neue interessanten Erkundungstour der Touristen aus aller Welt.

Geschichte

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Nikolaus-Kopernikus-Denkmal in Thorn / Kumal on wikimedia [CC BY-SA 3.0]

Das Denkmal wurde hier mit einer gewißen Verspätung aufgestellt – schon 1809 sollte der große polnische Denker seinen rechtmäßigen Platz in Thorn bekommen. Doch nach Napoleons glorreicher Niederlage ging Thorn an Preußen und das Projekt von Bertel Thorvaldsen ging nach Warschau, welches dort bis heute steht.

Später bekam der Berliner Bildhauer Friedrich Tieck seine Chance. 44 Jahre nach dem ersten Versuch wurde sein Projekt 1853 an Stelle des ehemaligen Prangers auf dem Altstädter Marktplatz aufgestellt. Leider hat Friedrich Tieck diesen Tag nicht mehr miterlebt – er verstarb 1851. Mehr über den Künstler auf Wikipedia.

Hat er einen Schnurrbart?

2003 haben ein Konservator entdeckt, dass Nikolaus einen Schnurrbart hat. Das ist die einzige bekannte Statue mit einer solch faszinierenden Eigenschaft.

Ab in den Keller

Es ist jedoch nicht das älteste Denkmal des Astronomen. Jenes steht in der Kirche des Hl. Johannes. Das 1766 geschaffene Konstrukt gefiel der preußischen Stadtverwaltung nicht. Der Grund war die polnische Aufschrift auf dem Sockel. Und so verstaute man es zunächst im Keller des Rathauses und anschließend in der Kirche des Hl. Johannes, wo es bis heute zu bewundern ist.

Empfehlenswerte Links

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Veröffentlicht von

Antoni Wladyka

Antoni Wladyka ist seit 2013 lizenzierter Stadtführer in Warschau und Thorn, Deutschlehrer an Privatschulen, Journalist und Hobbyfotograf. Nach seinem Jurastudium an der Universität Bielefeld zog er nach Polen, wo er nun lebt und arbeitet.

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